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Lokale Sichtbarkeit

Google-Unternehmensprofil erstellen: die vollständige Anleitung

9 Minuten Lesezeit
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Ein Google-Unternehmensprofil erstellen Sie kostenlos unter google.com/business mit Firmennamen, Adresse und Kategorie. Danach folgt die Bestätigung, meist per Postkarte oder Video, die ein bis zwei Wochen dauert. Erst dann erscheint das Profil in Suche und Karten. Vollständig ausgefüllte Profile werden deutlich häufiger angezeigt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Profil ist für regionale Betriebe der wirksamste kostenlose Eintrag, den es gibt.
  • „google unternehmensprofil erstellen" wird rund 1.900 Mal im Monat gesucht, bei einem niedrigen Wettbewerbsindex von 24 (eigene Auswertung über DataForSEO, August 2026).
  • Die Kategorie ist die wichtigste Einzelangabe. Sie entscheidet, bei welchen Suchen Sie überhaupt in Frage kommen.
  • Bestätigung dauert ein bis zwei Wochen. Ohne sie ist das Profil unsichtbar.
  • Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall gleich geschrieben sein, auch in Branchenbüchern.
  • Ein Profil ohne Bewertungen und ohne Fotos rankt schlechter als eines mit beidem, unabhängig von der Entfernung.
  • Das Profil gehört Google, die Website gehört Ihnen. Beides zusammen ergibt erst ein Ganzes.

Wer in Großerlach nach einem Elektriker sucht, tippt selten eine Firma ein. Er tippt „elektriker in der nähe" und bekommt drei Einträge mit Karte. Diese drei Plätze entscheiden über den Anruf, und sie werden nicht über die Website vergeben, sondern über das Unternehmensprofil.

Dieser Beitrag geht den Weg einmal vollständig durch: einrichten, bestätigen, füllen, pflegen.

Was ist das Google-Unternehmensprofil?

Es ist der Eintrag, der rechts in der Suche und in Google Maps erscheint: Name, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Bewertungen, Fotos, Anfahrt. Früher hieß es Google My Business, dann Google Business Profile; im Deutschen heißt es heute Unternehmensprofil.

Wichtig zu verstehen: Es ist kein Teil Ihrer Website. Es liegt bei Google, wird von Google angezeigt und kann von Google verändert werden, etwa wenn Nutzer eine Änderung vorschlagen. Deshalb gehört es regelmäßig kontrolliert.

Wie erstellt man das Profil Schritt für Schritt?

Von der Anmeldung bis zur Sichtbarkeit
01Konto vorbereitenEin Google-Konto, das dem Betrieb gehört, nicht das private des Chefs.
02Profil anlegenUnter google.com/business: Name genau wie am Schild, keine Zusätze.
03Kategorie wählenDie Hauptkategorie entscheidet über die Sichtbarkeit. Weitere kommen dazu.
04Adresse und GebietLadengeschäft mit Adresse oder Dienstleistung vor Ort mit Einzugsgebiet.
05BestätigungPostkarte, Video oder Telefon. Ein bis zwei Wochen, ohne geht nichts.
06Füllen und pflegenLeistungen, Fotos, Öffnungszeiten, Beiträge, Fragen und Antworten.

Schritt 03 lässt sich später ändern, kostet aber jedes Mal ein paar Wochen Neubewertung. Deshalb vorher überlegen.

Welche Angabe ist die wichtigste?

Die Hauptkategorie. Sie ist kein Etikett, sondern der Filter: Google zeigt Ihr Profil bei Suchen, die zu dieser Kategorie passen, und bei anderen eben nicht.

Zwei Regeln aus der Praxis:

  • Wählen Sie die Kategorie, die Ihre Haupteinnahmequelle beschreibt, nicht die, die am besten klingt.
  • Fügen Sie Nebenkategorien hinzu, aber sparsam. Zehn Kategorien machen Sie nicht für zehn Suchen sichtbar, sondern für keine richtig.

Danach kommen in dieser Reihenfolge: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website-Adresse, Leistungen, Fotos.

Was bringt ein vollständig gefülltes Profil?

Wirkung der einzelnen Bausteine, Einordnung aus Projekten
Kategorie richtig gesetztgrößter Hebel
Bewertungen, laufend
Fotos und Aktualität
Leistungen gepflegt
Beiträge im Profil

Relative Einordnung aus der Arbeit mit regionalen Betrieben, keine Messwerte von Google. Die Reihenfolge ist erfahrungsgemäß stabil, die Abstände schwanken je Branche.

Ist Ihr Profil vollständig?

Wir sehen es uns gemeinsam an: Kategorie, Leistungen, Fotos, Bewertungen. 15 bis 20 Minuten per Google Meet, kostenlos.

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Wie läuft die Bestätigung?

Google will wissen, dass es Sie gibt. Je nach Fall bietet es an:

  • Postkarte an die Betriebsadresse mit einem Code. Der Klassiker, ein bis zwei Wochen.
  • Video. Sie filmen in einem Zug Schild, Werkstatt oder Büro, Werkzeug und sich selbst. Geht schneller, ist aber lästig, wenn man nicht weiß, was verlangt wird.
  • Telefon oder E-Mail, nur in bestimmten Fällen.

Bis zur Bestätigung ist das Profil angelegt, aber nicht öffentlich. Wer in dieser Zeit nachschaut und nichts findet, hat nichts falsch gemacht.

Die häufigsten Fehler

Was Profile ausbremst
Richtig
  • Name genau wie am Schild und im Impressum
  • Betriebskonto, mit zweitem Zugang abgesichert
  • Eine Schreibweise, überall gleich
  • Kategorie nach Haupteinnahme gewählt
  • Öffnungszeiten, Fotos und Leistungen gepflegt

Der erste Punkt ist der teuerste: Zusätze im Firmennamen verstoßen gegen die Richtlinien. Google kann das Profil deshalb aussetzen, und das trifft meist genau die Betriebe, die davon gehört haben, es helfe beim Ranking.

Reicht das Profil ohne Website?

Für die ersten Anrufe oft ja. Für alles danach nicht.

Das Profil beantwortet: Wo, wann, wie erreichbar, wie bewertet. Es beantwortet nicht: Warum Sie und nicht der andere. Diese Antwort braucht Platz, Bilder und Text, und einen Ort, der Ihnen gehört und nicht von einer Richtlinienänderung abhängt.

Zudem verweist das Profil auf Ihre Website, und dieser Verweis ist einer der Wege, über die Google beide Einträge derselben Firma zuordnet.

Welche Fotos gehören ins Profil?

Fotos sind nach der Kategorie und den Bewertungen der dritte Hebel, und sie sind der einzige, den Sie vollständig selbst in der Hand haben.

Was wirkt:

  • Das Gebäude von der Straße aus, so wie es jemand sieht, der davorsteht. Klingt banal, verhindert aber das Vorbeifahren.
  • Menschen bei der Arbeit, keine gestellten Gruppenbilder. Ein Monteur an der Anlage sagt mehr über den Betrieb als ein Logo.
  • Fahrzeuge mit Beschriftung, weil sie im Ort wiedererkannt werden.
  • Ergebnisse, also fertige Arbeiten, mit Datum.

Was nicht wirkt: Bildmaterial aus Datenbanken, Fotos mit sichtbarem Datumsstempel und alles, was älter als drei Jahre ist. Google zeigt bevorzugt neue Bilder, und Besucher merken den Unterschied sofort.

Drei bis fünf neue Aufnahmen im Quartal genügen. Wichtiger als die Anzahl ist, dass überhaupt regelmäßig etwas dazukommt.

Wie oft muss das Profil gepflegt werden?

Weniger, als oft behauptet wird, aber regelmäßig. Ein Rhythmus, der sich in der Praxis bewährt hat:

  1. Wöchentlich, zwei Minuten: Neue Bewertungen ansehen und beantworten. Auch die guten, mit einem Satz.
  2. Monatlich, zehn Minuten: Öffnungszeiten prüfen, Änderungsvorschläge von Nutzern kontrollieren, ein Foto hinzufügen.
  3. Vierteljährlich, dreißig Minuten: Leistungen durchgehen, Beschreibung überarbeiten, Fragen und Antworten ergänzen.

Der zweite Punkt wird am häufigsten übersehen und ist der gefährlichste: Google übernimmt manche Nutzeränderungen ohne Rückfrage. Ein Betrieb, dessen Öffnungszeiten seit Monaten falsch stehen, verliert Anrufe, ohne es zu merken.

Besonders vor Feiertagen lohnt der Blick. Sondertermine lassen sich vorab eintragen, und ein Profil, das an Heiligabend geöffnet zeigt, kostet Vertrauen.

Woran erkennt man, ob es wirkt?

Im Profil selbst gibt es eine Auswertung. Drei Zahlen genügen für den Anfang:

  • Aufrufe über Suche und Karten, getrennt betrachtet. Wer über die Karte kommt, sucht in der Nähe; wer über die Suche kommt, sucht oft gezielt nach Ihrem Namen.
  • Anrufe aus dem Profil. Das ist die ehrlichste Zahl, weil ein Anruf Aufwand bedeutet.
  • Routenanfragen. Sie zeigen, wer wirklich vorbeikommen will.

Vergleichen Sie diese Zahlen mit dem Vormonat und mit demselben Monat im Vorjahr, nicht mit fremden Betrieben. Ein Elektriker in Murrhardt und einer in Stuttgart haben unterschiedliche Größenordnungen, ohne dass einer von beiden etwas falsch macht.

Häufige Fragen

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Nichts. Wer Ihnen eine Gebühr für das Anlegen berechnen will, verkauft Ihnen Arbeitszeit oder etwas, das Sie nicht brauchen. Kosten entstehen nur, wenn Sie die Pflege abgeben.

Ich habe keine Ladenadresse. Geht das trotzdem?

Ja. Wählen Sie „Ich liefere Waren und Dienstleistungen an meine Kunden" und geben Sie Ihr Einzugsgebiet an. Die Adresse wird dann nicht öffentlich angezeigt.

Wie lange dauert es, bis ich in Google Maps auftauche?

Nach der Bestätigung meist wenige Tage. Bis das Profil in umkämpften Suchen weiter oben steht, vergehen Wochen bis Monate, das hängt an Bewertungen, Vollständigkeit und Entfernung.

Kann jemand mein Profil ändern?

Nutzer können Änderungen vorschlagen, und Google übernimmt manche davon automatisch. Deshalb sollte einmal im Monat jemand hineinsehen, besonders bei Öffnungszeiten.

Was mache ich mit einer schlechten Bewertung?

Sachlich antworten, öffentlich, ohne Rechtfertigung und ohne Details, die den Kunden identifizieren. Löschen lassen geht nur bei Verstößen gegen die Richtlinien; dazu gibt es einen eigenen Beitrag.

Der nächste Schritt

Öffnen Sie Ihr Profil und prüfen Sie drei Dinge: Stimmt die Hauptkategorie? Sind die Öffnungszeiten aktuell, auch für Feiertage? Wann kam die letzte Bewertung?

Wie wir daran arbeiten, steht unter Local SEO und Google-Sichtbarkeit. Verwandter Beitrag: Digitalisierung im Handwerk. Dazu passt unser Werkzeug Hilfe beim Erstellen des Google-Profils. Oder anrufen unter 07903 943946.

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