Was ein zweiter Standort für die Sichtbarkeit bedeutet

Ein zweiter Standort bekommt ein eigenes Google-Unternehmensprofil, sofern dort tatsächlich Personal während der angegebenen Zeiten erreichbar ist. Damit beide Profile wirken, brauchen sie getrennte Telefonnummern, eigene Website-Seiten und eigene Bewertungen. Ein Scheinstandort ohne Personal ist ein Richtlinienverstoß und gefährdet beide Profile.
- Ein Profil je echtem Standort, mit Personal, nicht nur mit Schild.
- Getrennte Telefonnummern sind der wichtigste Unterschied.
- Jeder Standort braucht eine eigene Seite auf der Website.
- Bewertungen sammeln sich je Standort und lassen sich nicht übertragen.
- Ein Scheinstandort gefährdet beide Profile, nicht nur den neuen.
- Der zweite Standort baut Sichtbarkeit von vorn auf, rechnen Sie mit Monaten.
- Ein Lager ohne Kundenkontakt ist kein Standort im Sinne der Richtlinien.
Wenn ein Betrieb wächst und einen zweiten Sitz eröffnet, stellt sich die Frage nach der Sichtbarkeit im neuen Gebiet. Die Antwort ist selten so einfach wie erhofft, und die häufigste Abkürzung ist ein Richtlinienverstoß mit ernsten Folgen.
Was als Standort gilt
Die Richtlinien sind an dieser Stelle klar: Ein eigenes Profil setzt voraus, dass an dieser Adresse während der angegebenen Öffnungszeiten Personal erreichbar ist und Kunden dort bedient werden können.
Das ist ein Standort: eine zweite Werkstatt mit eigenem Team, ein Büro mit Ansprechpartner vor Ort, eine Ausstellung mit Besetzung.
Das ist keiner: ein angemietetes Lager ohne Personal. Ein Briefkasten. Ein Büroservice, der nur Post annimmt. Die Wohnung eines Monteurs im Nachbarort. Ein Raum, der zwei Stunden pro Woche besetzt ist.
Warum das ernst ist: Ein gemeldeter Scheinstandort führt nicht nur zur Sperrung dieses Profils. Er kann das Vertrauen in alle Profile des Betriebs beschädigen, auch in das des Hauptsitzes, das über Jahre Bewertungen gesammelt hat. Wettbewerber melden solche Einträge regelmäßig.
Wenn Sie in einem Nachbarort sichtbar werden wollen, ohne dort einen echten Standort zu haben, ist der richtige Weg das Einsatzgebiet im vorhandenen Profil plus eine Ortsseite auf der Website, nicht ein zweites Profil.
Was ein zweites Profil verlangt
Damit beide Profile wirken und nicht miteinander konkurrieren, brauchen sie eine saubere Trennung:
Getrennte Telefonnummern. Der wichtigste Punkt. Eine gemeinsame Zentrale für beide Standorte erschwert die Unterscheidung erheblich. Eine Ortsvorwahl des jeweiligen Gebiets wirkt zusätzlich vertrauenswürdig.
Eigene Öffnungszeiten. Auch wenn sie identisch sind, sie werden je Profil gepflegt.
Eigene Fotos. Vom jeweiligen Standort, nicht dieselben Bilder in beiden Profilen.
Eigene Website-Seite. Der Verweis im Profil sollte auf eine Seite über diesen Standort führen, nicht auf die Startseite. Mit Adresse, Anfahrt, Ansprechpartner, Zeiten und den dort angebotenen Leistungen.
Eigene Bewertungen. Sie lassen sich nicht vom Hauptsitz übertragen. Der neue Standort beginnt bei null und braucht ein eigenes Verfahren, um Bewertungen zu sammeln.
Ein Ansprechpartner vor Ort, auch namentlich auf der Seite. Das ist der Unterschied zwischen einer Filiale und einer Adresse.
- Kein zusätzlicher Standort nötig
- Ortsseite auf der Website
- Bewertungen bleiben gebündelt
- Sofort umsetzbar
- Schwächere Wirkung in der Karte
- Echter Standort mit Personal
- Eigene Seite und eigene Nummer
- Bewertungen beginnen bei null
- Bestätigung nötig, dauert
- Stärkere Wirkung in der Karte
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Kostenloses Analysegespräch anfordernWas auf der Website passieren muss
Der Teil, der regelmäßig vergessen wird, und ohne den das zweite Profil auf halber Kraft läuft.
Eine Seite je Standort. Mit vollständiger Adresse in Textform, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Anfahrtsbeschreibung und dem Team vor Ort. Diese Seite ist das Ziel des Profilverweises.
Maschinenlesbare Angaben je Standort. Die Betriebsdaten sollten im Quelltext hinterlegt sein, getrennt je Standort. Bei mehreren Standorten auf einer Seite entsteht sonst ein widersprüchliches Bild.
Der Fußbereich. Wenn dort nur der Hauptsitz steht, ist das in Ordnung, wichtig ist, dass die Standortseiten die jeweils richtigen Angaben tragen.
Keine Kopien. Zwei Standortseiten mit identischem Text, bei dem nur der Ortsname getauscht wurde, sind für Suchmaschinen und für Leser erkennbar. Schreiben Sie über den Standort: seit wann, wer arbeitet dort, welche Leistungen, welches Gebiet.
Das Impressum nennt weiterhin den Sitz des Unternehmens. Die Standortseiten sind Zusatzinformation, kein Ersatz.
Was Sie realistisch erwarten dürfen
Der neue Standort beginnt bei null. Alter des Profils, Bewertungen, Bekanntheit, nichts davon überträgt sich. Rechnen Sie mit sechs bis zwölf Monaten, bis er im neuen Gebiet ähnlich sichtbar ist wie der Hauptsitz in seinem.
Der Hauptsitz verliert nichts, sofern die Trennung sauber ist. Bei gemeinsamer Telefonnummer und geteilten Inhalten kann es dagegen zu Vermischungen kommen.
Das neue Gebiet ist kleiner als gedacht. Ein Standort wirkt im Umkreis von zehn bis zwanzig Kilometern. Zwei Standorte, die dreißig Kilometer auseinanderliegen, decken zwei Gebiete ab, nicht das gesamte Land dazwischen automatisch mit.
Der Aufwand verdoppelt sich. Zwei Profile heißt: zwei Mal Bewertungen sammeln, zwei Mal Fotos, zwei Mal Öffnungszeiten pflegen. Planen Sie das ein, sonst schläft eines der beiden ein, meist das neue.
Der vierte Schritt entscheidet, wie schnell der neue Standort sichtbar wird. Wer erst nach einem halben Jahr damit anfängt, verliert dieses halbe Jahr.
Wenn ein Standort wieder schließt
Der Fall, an den beim Eröffnen niemand denkt, und der genauso sauber behandelt werden will.
Nicht löschen. Ein gelöschtes Profil hinterlässt die Bewertungen und Verweise ohne Ziel, und in Kartendiensten bleibt der Eintrag oft trotzdem bestehen, dann aber unkontrolliert.
Als dauerhaft geschlossen markieren. Das ist der vorgesehene Weg. Der Eintrag bleibt sichtbar, ist aber eindeutig gekennzeichnet, und niemand fährt umsonst hin.
Bei einem Umzug stattdessen die Adresse ändern. Wenn der Standort nicht schließt, sondern umzieht, ändern Sie die Adresse im bestehenden Profil, statt ein neues anzulegen. So bleiben Bewertungen und Profilalter erhalten, das ist erheblich mehr wert als ein frischer Eintrag. Eine erneute Bestätigung kann dabei nötig werden.
Die Website nachziehen. Die Standortseite gehört entfernt oder ersetzt, und wo sie verlinkt war, sollte eine Weiterleitung auf die verbleibende Standortseite eingerichtet werden. Eine Seite, die ins Leere führt, ist der häufigste Rest, der nach einer Schließung übrig bleibt.
Die Verzeichniseinträge prüfen. Genau wie bei einem Umzug: Die Angaben wandern durch andere Dienste weiter und tauchen noch Jahre später auf, wenn sie niemand korrigiert.
Häufige Fragen
Reicht ein angemietetes Büro mit Schild?
Nein, wenn dort niemand arbeitet. Die Richtlinien verlangen erreichbares Personal während der angegebenen Zeiten. Ein Schild an einer leeren Tür ist genau der Fall, der gemeldet wird.
Kann ich Bewertungen vom Hauptsitz übertragen?
Nein. Bewertungen gehören zum jeweiligen Profil. Beim neuen Standort beginnen Sie von vorn, planen Sie das Sammeln von Anfang an mit ein.
Was ist mit einem reinen Lager?
Kein Standort im Sinne der Richtlinien, solange dort keine Kunden bedient werden. Es gehört nicht ins Profil und braucht keinen eigenen Eintrag.
Sollen beide Standorte dieselben Leistungen anbieten?
Nicht zwingend. Tragen Sie je Profil ein, was dort tatsächlich angeboten wird. Unterschiedliche Schwerpunkte sind ein Vorteil, kein Problem.
Wie viele Standorte sind sinnvoll?
So viele, wie Sie tatsächlich betreiben und pflegen können. Der häufigste Fehler ist nicht zu wenig Sichtbarkeit, sondern ein zweites Profil, das nach einem halben Jahr niemand mehr anfasst.
Der nächste Schritt
Prüfen Sie zuerst die ehrliche Frage: Ist während der Öffnungszeiten jemand vor Ort? Wenn ja, legen Sie das zweite Profil an und planen Sie die Standortseite gleich mit. Wenn nein, erweitern Sie stattdessen das Einsatzgebiet und schreiben eine Ortsseite.
Weiterführend: Eine Seite je Ort, NAP-Konsistenz und Profil verifizieren. Die passende Leistung dazu: Local SEO und Google-Sichtbarkeit. Oder anrufen unter 07903 943946.
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