Öffnungszeiten, Feiertage, Sonderzeiten richtig pflegen

Öffnungszeiten im Google-Unternehmensprofil sollten die telefonische Erreichbarkeit abbilden, nicht die Arbeitszeit des Betriebs. Feiertage und Betriebsurlaub lassen sich als Sonderzeiten Monate im Voraus eintragen, das einmal jährlich für alle Feiertage zu erledigen, dauert zwanzig Minuten und verhindert die häufigste Fehlerquelle.
- Falsche Zeiten erzeugen unmittelbar Ärger und schlechte Bewertungen.
- Tragen Sie die Zeiten ein, in denen jemand ans Telefon geht.
- Feiertage einmal jährlich für zwölf Monate eintragen, das ist der Trick.
- Betriebe ohne Kundenverkehr geben Erreichbarkeitszeiten an, keine Ladenzeiten.
- Betriebsurlaub als Sonderzeit eintragen, nicht das Profil schließen.
- Google fragt gelegentlich nach, reagieren Sie, sonst ändert es jemand anderes.
- Änderungen greifen sofort; kurzfristige Anpassungen sind unproblematisch.
Öffnungszeiten sind der unspektakulärste Punkt im Unternehmensprofil und der mit dem unmittelbarsten Schaden. Wer vor verschlossener Tür steht oder niemanden erreicht, obwohl „geöffnet" angezeigt wird, ärgert sich, und schreibt das gelegentlich in eine Bewertung.
Dabei ist der Aufwand gering. Er fällt nur zu einem Zeitpunkt an, an den niemand denkt.
Welche Zeiten überhaupt gemeint sind
Die Frage klingt banal und wird bei Handwerksbetrieben regelmäßig falsch beantwortet.
Ein Betrieb arbeitet von sechs bis siebzehn Uhr. Das Büro ist von acht bis zwölf besetzt. Ans Telefon geht von acht bis sechzehn jemand, danach läuft die Mailbox.
Welche Zeit gehört ins Profil? Die, in der jemand erreichbar ist, also acht bis sechzehn. Denn genau darauf richten sich die Erwartungen der Menschen, die das Profil sehen: Sie rufen an.
Wer die Arbeitszeit einträgt, erzeugt Anrufe um halb sieben, die niemand annimmt. Wer die Bürozeit einträgt, verliert Anrufe zwischen zwölf und sechzehn.
Bei Betrieben mit Ladenlokal oder Ausstellung gilt dagegen die Zeit, in der jemand vor Ort ist, dort kommen Menschen tatsächlich hin.
Feiertage: einmal im Jahr für alle
Das ist der eigentliche Kniff dieses Beitrags.
Sonderzeiten lassen sich weit im Voraus eintragen. Sie können also im Januar alle Feiertage des Jahres erfassen, einschließlich der regionalen, die in Baden-Württemberg und Bayern zusätzlich gelten.
Was Sie brauchen: eine Liste der Feiertage Ihres Bundeslandes, dazu die Tage zwischen den Jahren und die Brückentage, an denen Sie regelmäßig schließen.
Aufwand: zwanzig Minuten, einmal.
Was es verhindert: dass Ihr Profil an Fronleichnam als geöffnet erscheint, dass jemand an Heiligabend anruft und niemanden erreicht, dass Google Sie automatisch als geschlossen kennzeichnet, weil die Angaben unklar sind.
Setzen Sie sich dafür einen wiederkehrenden Termin im Kalender, Anfang Januar, zusammen mit anderen jährlichen Aufgaben.
Denselben Durchgang machen Sie am besten auch für die Website, wenn dort Zeiten stehen, auseinanderlaufende Angaben sind schlimmer als veraltete an einer Stelle.
Betriebe ohne feste Zeiten
Viele Handwerksbetriebe haben kein Ladenlokal und keine festen Bürozeiten. Drei Möglichkeiten, in absteigender Empfehlung:
Erreichbarkeitszeiten angeben. Auch wenn niemand vorbeikommen kann: Wann kann man anrufen? Das ist die nützlichste Angabe für Suchende.
Als Betrieb mit Einsatzgebiet einrichten. Adresse verbergen, Gebiet angeben, Zeiten als Erreichbarkeit. So ist klar, dass es kein Ladengeschäft ist.
„Rund um die Uhr geöffnet" nur bei echtem Notdienst. Wer das einträgt und nachts nicht ans Telefon geht, erzeugt Frust. Wenn Sie einen Notdienst haben, gehört das dort hin, mit einem klaren Hinweis in der Beschreibung, was außerhalb der Geschäftszeiten gilt.
Was nicht funktioniert: gar keine Zeiten anzugeben. Dann erscheint das Profil ohne diese Information, und die Frage „haben die jetzt offen" bleibt unbeantwortet, was Anrufe kostet.
Profil einmal gründlich durchgehen
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Zwei Wege, und einer davon ist deutlich besser.
Gut: Sonderzeiten für den Zeitraum. Das Profil zeigt dann für diese Tage „geschlossen", bleibt aber vollständig sichtbar. Ergänzen Sie einen Beitrag mit dem Hinweis, ab wann Sie wieder da sind und was bei dringenden Fällen gilt.
Schlecht: das Profil als vorübergehend geschlossen markieren. Diese Kennzeichnung ist für längere Schließungen gedacht, Umbau, Saisonbetrieb, und kann die Sichtbarkeit spürbar dämpfen. Für zwei Wochen Sommerurlaub ist sie das falsche Mittel.
Zusätzlich sinnvoll: eine Ansage auf dem Anrufbeantworter mit demselben Datum und ein Hinweis auf der Website. Drei Stellen, dieselbe Information, sonst ruft jemand an, weil das Profil geschlossen zeigt, die Website aber nicht.
Und nach dem Urlaub: Prüfen Sie, ob die Sonderzeiten korrekt abgelaufen sind und die Regelzeiten wieder greifen.
- 6 bis 17 Uhr eingetragen
- Anrufe um 6:30, die niemand annimmt
- "Geöffnet" ohne jemanden am Telefon
- Erzeugt Enttäuschung
- Wirkt auf Bewertungen durch
- 8 bis 16 Uhr eingetragen
- Anrufe treffen auf einen Menschen
- "Geöffnet" heißt erreichbar
- Erwartung wird erfüllt
- Keine Reibung
Was außerhalb der Zeiten passiert
Ein Punkt, der über die reine Pflege der Zeiten hinausgeht und mehr bringt als jede Feinjustierung: Was geschieht mit Menschen, die außerhalb Ihrer Zeiten auf das Profil kommen?
Das ist keine kleine Gruppe. Ein spürbarer Teil der Suchen nach Handwerksbetrieben findet abends und am Wochenende statt, dann, wenn Menschen zu Hause sind und sich mit dem Vorhaben beschäftigen.
Drei Möglichkeiten, diesen Menschen etwas anzubieten:
Das Kontaktformular auf der Website. Der Verweis im Profil sollte auf eine Seite führen, auf der man ohne Anruf eine Anfrage hinterlassen kann. Wer um 21 Uhr sucht, will nicht bis zum nächsten Morgen warten, um überhaupt etwas tun zu können.
Eine Terminbuchung. Wenn Sie Termine online vergeben, ist das der stärkste Weg: Der Interessent erledigt seine Sache sofort, und Sie finden am Morgen einen gebuchten Termin vor statt eines Rückrufwunsches.
Eine klare Ansage. Wenn beides nicht vorhanden ist, sollte wenigstens auf dem Anrufbeantworter etwas Brauchbares stehen: wann zurückgerufen wird, und was bei einem echten Notfall zu tun ist. Eine Mailbox, die nur den Namen nennt, ist eine verpasste Gelegenheit.
Die praktische Konsequenz: Gepflegte Öffnungszeiten sagen ehrlich, wann Sie erreichbar sind. Ein Weg außerhalb dieser Zeiten sorgt dafür, dass die Ehrlichkeit nichts kostet. Beides zusammen ist deutlich mehr wert als eines von beiden.
Häufige Fragen
Wie schnell wirken Änderungen an den Zeiten?
In der Regel sofort oder innerhalb weniger Minuten. Kurzfristige Anpassungen, etwa wenn das Büro spontan geschlossen bleibt, sind deshalb sinnvoll und unproblematisch.
Google fragt mich, ob meine Zeiten stimmen. Muss ich reagieren?
Ja. Wenn Sie nicht reagieren, können Angaben von Nutzern vorgeschlagen und übernommen werden. Eine Bestätigung dauert zehn Sekunden.
Was ist mit Mittagspausen?
Die lassen sich als zwei Zeitfenster pro Tag eintragen. Wenn während der Pause tatsächlich niemand ans Telefon geht, tragen Sie sie ein, das ist ehrlicher als durchgehende Zeiten.
Sollten die Zeiten auf Website und Profil identisch sein?
Unbedingt. Unterschiedliche Angaben sind eine der häufigsten Ursachen für verärgerte Kunden, und für Bewertungen, in denen es um Erreichbarkeit geht.
Was, wenn wir 24 Stunden Notdienst haben, aber normale Bürozeiten?
Tragen Sie die Bürozeiten als Öffnungszeiten ein und erklären Sie den Notdienst in der Beschreibung und in einem Beitrag. So ist beides klar und niemand erwartet um drei Uhr nachts ein Beratungsgespräch.
Der nächste Schritt
Öffnen Sie Ihr Profil und tragen Sie die verbleibenden Feiertage dieses Jahres als Sonderzeiten ein. Setzen Sie sich anschließend einen Termin für Anfang Januar, um es für das nächste Jahr in einem Zug zu erledigen.
Weiterführend: Unternehmensprofil optimieren, NAP-Konsistenz und Fotos im Unternehmensprofil. Unser Vorgehen steht unter Local SEO und Google-Sichtbarkeit. Oder anrufen unter 07903 943946.
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