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Lokale Sichtbarkeit

Google-Unternehmensprofil optimieren: die zwölf Stellschrauben

11 Minuten Lesezeit
Google-Unternehmensprofil optimieren: die zwölf Stellschrauben, Beitrag aus der Kategorie Lokale Sichtbarkeit

Die stärksten Stellschrauben im Google-Unternehmensprofil sind: die richtige Hauptkategorie, vollständig eingetragene Leistungen, regelmäßige Bewertungen mit Antworten, echte Fotos und eine ausführliche Beschreibung. Weniger wirksam, aber sinnvoll: Beiträge, Fragen und Antworten, Attribute. Der häufigste Fehler ist eine zu allgemeine Hauptkategorie.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Hauptkategorie hat den größten Einfluss und wird am häufigsten falsch gewählt.
  • Leistungen einzeln eintragen, nicht als Sammelbegriff.
  • Bewertungen wirken auf Sichtbarkeit und Entscheidung zugleich.
  • Echte Fotos aus dem Betrieb, regelmäßig ergänzt, keine Symbolbilder.
  • Fragen und Antworten dürfen Sie selbst befüllen, das nutzt kaum jemand.
  • Einsatzgebiet realistisch halten: zu groß hilft nicht, es schadet.
  • Finger weg von Ortsnamen im Firmennamen, das ist ein Verstoß mit realem Risiko.

Das Unternehmensprofil ist für einen regionalen Betrieb das wirksamste kostenlose Werkzeug, das es gibt. Angelegt haben es die meisten. Gepflegt wird es selten.

Die folgenden zwölf Punkte sind nach Wirkung sortiert. Wer die ersten fünf erledigt, hat den Großteil geschafft.

1. Die Hauptkategorie

Der wirksamste Einzelpunkt, und der, bei dem die meisten danebenliegen.

Die Hauptkategorie bestimmt, bei welchen Suchanfragen Ihr Profil überhaupt in Betracht kommt. Sie sollte so genau wie möglich das beschreiben, was Sie hauptsächlich tun.

Typischer Fehler: ein Elektriker mit Schwerpunkt Photovoltaik wählt „Elektriker", obwohl es die Kategorie „Solaranlagenanbieter" gibt. Oder ein Sanitärbetrieb wählt „Bauunternehmen", weil das umfassender klingt.

Breiter ist nicht besser. Genauer ist besser.

Wie Sie die richtige finden: Suchen Sie nach Ihrer Hauptleistung und schauen Sie, welche Kategorien die Betriebe im Kartenausschnitt verwenden, die wird bei vielen im Profil angezeigt. Danach probieren Sie im Eingabefeld verschiedene Begriffe; die Liste ist länger, als man denkt.

Nebenkategorien: bis zu neun möglich. Nutzen Sie sie für weitere Leistungsbereiche, aber nur für solche, die Sie tatsächlich anbieten. Aufwand: zwanzig Minuten, Wirkung: hoch.

2. Leistungen einzeln eintragen

Im Profil lassen sich einzelne Leistungen hinterlegen, jeweils mit einer kurzen Beschreibung. Die meisten Betriebe tragen dort zwei oder drei Sammelbegriffe ein oder gar nichts.

Besser: fünfzehn bis dreißig konkrete Leistungen, so benannt, wie Kunden danach fragen. Nicht „Sanitärinstallation", sondern „Badsanierung", „Duschwanne austauschen", „Rohrbruch beheben", „Wasserhahn montieren".

Zu jeder Leistung gehört ein Beschreibungstext von zwei bis drei Sätzen. Ja, das sind dreißig kurze Texte. Es ist Fleißarbeit, sie lässt sich an einem Vormittag erledigen, und sie zahlt sich aus, weil dieser Text zu den wenigen Stellen gehört, an denen Sie im Profil eigene Formulierungen unterbringen.

Aufwand: zwei bis drei Stunden einmalig, Wirkung: hoch.

3. Bewertungen und Antworten

Zahl, Durchschnitt und Aktualität der Bewertungen wirken auf die Sichtbarkeit im Kartenausschnitt und darauf, ob jemand anruft.

Regelmäßigkeit schlägt Menge. Ein Betrieb mit zwei neuen Bewertungen im Monat steht besser da als einer mit vierzig Bewertungen aus dem Jahr 2023.

Antworten Sie auf jede. Auf gute mit einem Satz, auf kritische sachlich, ohne Rechtfertigung und ohne Details zum Vorgang. Diese Antworten lesen künftige Kunden, sie sind Ihr eigentlicher Text.

Bitten Sie alle Kunden, nicht nur die offensichtlich zufriedenen. Selektive Bitten sind unzulässig.

Aufwand: laufend, zwanzig Minuten im Monat, Wirkung: hoch.

4. Fotos

Profile mit vielen echten Fotos werden häufiger angeklickt. Wichtig ist echt, nicht schön.

Was hineingehört: Fahrzeuge mit Beschriftung, das Team, der Betriebssitz von außen, abgeschlossene Arbeiten, Werkstatt oder Ausstellung. Bei Arbeiten gern vorher und nachher.

Was nicht: gekaufte Symbolbilder. Sie wirken austauschbar und sind zunehmend als solche erkennbar.

Regelmäßig ergänzen. Ein Foto im Monat genügt und wirkt besser als vierzig auf einmal.

Titelbild und Logo bewusst wählen, sie erscheinen an prominenter Stelle.

Aufwand: fünf Minuten im Monat, Wirkung: mittel bis hoch.

Die zwölf Punkte nach Wirkung
Hauptkategorie
Leistungen einzeln
Bewertungen und Antworten
Fotos
Beschreibung
Öffnungszeiten und Feiertage
Fragen und Antworten
Einsatzgebiet
Attribute
Beiträge

Eigene Einschätzung aus der Arbeit mit regionalen Betrieben, Stand August 2026. Buchungsfunktion und Produkte fehlen in der Grafik, weil sie stark branchenabhängig sind.

5 bis 8: Beschreibung, Zeiten, Fragen, Gebiet

5. Die Beschreibung. 750 Zeichen für einen Text über den Betrieb. Schreiben Sie, was Sie tun, für wen, in welchem Gebiet und was Sie unterscheidet. Keine Aufzählung von Suchbegriffen, das wirkt nicht und liest sich schlecht.

6. Öffnungszeiten samt Feiertagen. Feiertage werden fast überall vergessen. Wer am Karfreitag als geöffnet erscheint und niemanden ans Telefon bekommt, erzeugt Ärger. Sondertermine lassen sich Monate im Voraus eintragen, machen Sie das einmal im Jahr für alle Feiertage.

7. Fragen und Antworten. Sie dürfen selbst Fragen einstellen und beantworten. Nutzen Sie das für die fünf häufigsten Fragen aus dem Telefonalltag: Einsatzgebiet, Notdienst, Kostenvoranschlag, Wartezeit, Zahlungsarten. Das ist eine der am stärksten unterschätzten Funktionen, und eine, die auch Antwortmaschinen auslesen.

8. Einsatzgebiet. Tragen Sie die Orte ein, in denen Sie tatsächlich arbeiten. Ein übergroßes Gebiet verwässert das Profil und bringt Anfragen, die Sie ablehnen müssen.

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9 bis 12: Attribute, Beiträge, Verweise, Pflege

9. Attribute. Barrierefreier Zugang, Parkmöglichkeiten, Zahlungsarten, Termin nötig. Kleine Punkte, schnell erledigt, und sie erscheinen an sichtbarer Stelle.

10. Beiträge. Kurze Meldungen im Profil. Die Wirkung auf die Sichtbarkeit ist gering, aber sie füllen den unteren Profilbereich und zeigen, dass der Betrieb aktiv ist. Ein Beitrag alle zwei Wochen genügt, mehr lohnt den Aufwand nicht.

11. Verweis zur richtigen Seite. Der Verweis im Profil sollte nicht auf die Startseite zeigen, sondern auf die Seite, die zur Hauptkategorie passt. Bei Leistungen können Sie je Leistung einen eigenen Verweis hinterlegen.

12. Regelmäßige Pflege. Zwanzig Minuten im Monat: Bewertungen beantworten, ein Foto ergänzen, Zeiten prüfen, gegebenenfalls einen Beitrag einstellen. Dieser letzte Punkt entscheidet mehr als die ersten elf, weil ein gepflegtes Profil ein anderes Signal sendet als ein eingefrorenes.

Drei Dinge, die man besser lässt

Ortsnamen oder Leistungen im Firmennamen. „Müller Elektro Stuttgart Wallbox Notdienst" ist ein Verstoß gegen die Richtlinien. Es wirkt kurzfristig, wird gemeldet, häufig von Wettbewerbern, und kann bis zur Sperrung des Profils führen. Der Name im Profil ist der Name des Betriebs, so wie er am Gebäude steht.

Falsche Adressen für weitere Gebiete. Ein Profil an einer Adresse, an der niemand arbeitet, ist unzulässig. Wer mehrere echte Standorte hat, legt für jeden ein eigenes Profil an, mit eigener Telefonnummer und eigenen Öffnungszeiten.

Bewertungen beeinflussen. Kaufen, tauschen, Gegenleistungen anbieten, nur Zufriedene fragen. Alles untersagt, alles mit realem Risiko für das Profil.

Häufige Fragen

Wie schnell wirken Änderungen?

Manche sofort, manche nach Tagen. Kategorieänderungen brauchen erfahrungsgemäß am längsten, bis sich etwas an der Sichtbarkeit zeigt, rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen.

Kann ich die Hauptkategorie später ändern?

Ja, jederzeit. Ändern Sie sie aber nicht mehrmals hintereinander, geben Sie einer neuen Kategorie mindestens einen Monat, bevor Sie bewerten.

Muss ich Beiträge regelmäßig einstellen?

Nein. Wenn die Zeit knapp ist, investieren Sie sie lieber in Bewertungen und Leistungen. Beiträge sind der Punkt mit dem schlechtesten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.

Was tun bei einer offensichtlich unberechtigten Bewertung?

Sachlich antworten und melden. Die Entfernung gelingt nur, wenn ein Richtlinienverstoß vorliegt, bloße Unzufriedenheit reicht nicht. Ausführlich im Beitrag über das Löschen von Bewertungen.

Lohnt sich die Buchungsfunktion?

Wenn Ihre Terminvergabe ohnehin online läuft: ja, weil der Weg zur Buchung kürzer wird. Ohne dahinterliegende Terminverwaltung erzeugt sie mehr Abstimmung als sie spart.

Der nächste Schritt

Öffnen Sie Ihr Profil und prüfen Sie zuerst die Hauptkategorie. Wenn dort ein Sammelbegriff steht, ist das die Änderung mit dem größten Hebel, die Sie heute machen können.

Weiterführend: Google-Unternehmensprofil erstellen, Google Maps: warum Sie nicht im Kartenausschnitt auftauchen und SEO für Handwerker. Oder anrufen unter 07903 943946.

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