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Website & Technik

Was eine Website wirklich kostet

10 Minuten Lesezeit
Was eine Website wirklich kostet, Beitrag aus der Kategorie Website & Technik

Eine Website für einen Betrieb kostet je nach Umfang zwischen etwa 2.000 und 15.000 Euro einmalig, dazu 20 bis 100 Euro im Monat für Betrieb und Pflege. Den Preis bestimmen drei Dinge: Zahl der Seiten, wie viele Inhalte neu entstehen müssen, und ob Funktionen wie Buchung oder Bewerbung dazukommen.

Das Wichtigste in Kürze
  • „website erstellen lassen kosten" wird rund 480 Mal im Monat gesucht, bei einem Wettbewerbsindex von 66 (eigene Auswertung über DataForSEO, August 2026).
  • Der größte Posten sind fast nie Gestaltung oder Technik, sondern die Inhalte: Texte und Fotos.
  • Ein Baukasten ist günstiger im Einstieg und teurer im Unterhalt, sobald Ansprüche steigen.
  • Laufende Kosten sind unvermeidlich: Server, Aktualisierungen, Sicherung, kleine Änderungen.
  • Eine Website ohne Pflege verliert innerhalb eines Jahres spürbar an Sichtbarkeit.
  • Fragen Sie vor jedem Auftrag, wem die Website gehört und wie Sie sie mitnehmen können.
  • Die entscheidende Zahl ist nicht der Preis, sondern was eine zusätzliche Anfrage im Monat wert ist.

Kaum eine Frage bekommt so ausweichende Antworten wie diese. Das hat einen ehrlichen Grund, die Spanne ist tatsächlich groß, und einen unehrlichen: Wer keine Zahl nennt, kann nicht verglichen werden.

Dieser Beitrag nennt Zahlen und sagt dazu, was sie bestimmt. Damit können Sie jedes Angebot einordnen, auch unseres.

Was den Preis bestimmt

Drei Dinge, in dieser Reihenfolge:

  1. Die Inhalte. Wer Texte und Fotos liefert, zahlt deutlich weniger. Wer beides erstellen lässt, zahlt für Recherche, Schreiben, Fototermin. Das ist regelmäßig der größte Posten und wird in Angeboten am unschärfsten beschrieben.
  2. Der Umfang. Fünf Seiten oder fünfundzwanzig. Wobei die Zahl allein wenig sagt, zehn Ortsseiten mit eigenem Inhalt sind mehr Arbeit als zwanzig fast gleiche.
  3. Die Funktionen. Eine Seite mit Kontaktformular ist etwas anderes als eine mit Terminbuchung, Bewerbungsformular und Kundenbereich.

Was den Preis nicht bestimmt: die Zahl der Entwürfe, aus denen Sie wählen dürfen. Drei Gestaltungsvorschläge sind ein Verkaufsargument, kein Qualitätsmerkmal.

Wo der Aufwand steckt, typische Verteilung
Inhalte: Texte und Fotosgrößter Posten
Umsetzung und Technik
Gestaltung
Abstimmung und Korrekturen
Einrichtung und Übergabe

Relative Verteilung aus abgeschlossenen Projekten. Die erste Zeile überrascht die meisten Auftraggeber, und sie ist zugleich der Posten, den man am ehesten selbst übernehmen kann.

Drei Größenordnungen mit Zahlen

Die einfache Betriebswebsite: etwa 2.000 bis 4.500 Euro. Fünf bis acht Seiten, Kontaktformular, Impressum und Datenschutz, für Handys gebaut, technisch sauber. Texte kommen überwiegend von Ihnen, Fotos ebenso. Für viele Handwerksbetriebe reicht das vollständig aus.

Die Website mit eigenem Inhalt: etwa 5.000 bis 9.000 Euro. Zusätzlich Leistungsseiten mit echtem Inhalt, Karriereseite, Referenzen, Ortsseiten. Texte entstehen im Gespräch, Fotos werden gemacht. Das ist die Größenordnung, in der Sichtbarkeit in der Suche planbar wird.

Die Website mit Funktionen: ab etwa 9.000 Euro. Terminbuchung, Bewerbungsverwaltung, Anbindung an vorhandene Systeme, mehrsprachig. Hier entscheidet der Funktionsumfang, nicht die Seitenzahl.

Dazu kommen in allen drei Fällen laufende Kosten von 20 bis 100 Euro im Monat: Server, Domain, Aktualisierungen, Sicherung.

Baukasten oder gebaut?

Zwei Wege, zwei Kostenbilder
Gebaut
  • Einmalig höher, laufend günstiger
  • Zwei bis acht Wochen
  • Tempo und Struktur steuerbar
  • Gehört Ihnen, mit allen Dateien
  • Lohnt sich ab echten Ansprüchen

Ein Baukasten ist keine schlechte Entscheidung, für einen Betrieb, der eine Visitenkarte im Netz braucht und keine Anfragen über die Website erwartet, ist er oft der vernünftige Weg.

Die Rechnung dreht sich, sobald zwei Dinge zutreffen: Die Website soll Anfragen bringen, und sie soll in der Suche gefunden werden. Dann stoßen Baukästen bei Ladezeit, Struktur und Auszeichnung an Grenzen, die man von innen nicht beheben kann.

Was wäre Ihnen eine Anfrage mehr im Monat wert?

Mit dieser Zahl lässt sich jedes Angebot einordnen. Dreißig Minuten per Google Meet, kostenlos, auch wenn am Ende steht: Ihre jetzige Seite reicht.

Analysegespräch buchen

Was laufend anfällt

Diese Posten fehlen in Angeboten am häufigsten, und sie fallen sicher an:

  • Server und Domain: 5 bis 30 Euro im Monat, je nach Bedarf
  • Aktualisierungen: Bei einem Redaktionssystem regelmäßig, sonst entstehen Sicherheitslücken
  • Sicherung: Tägliche Sicherung, die schon einmal zurückgespielt wurde. Eine ungetestete Sicherung ist keine
  • Kleine Änderungen: Öffnungszeiten, neue Leistung, neuer Mitarbeiter

Rechnen Sie mit 20 bis 100 Euro im Monat, je nachdem, wie viel Sie selbst übernehmen. Wer nichts einplant, zahlt es später auf einmal, meistens, wenn etwas kaputt ist.

Fünf Fragen vor der Beauftragung

Was in jedem Angebot geklärt sein sollte
01Wem gehört die Seite?Bekommen Sie alle Dateien und Zugänge, auch bei einem Wechsel?
02Wer liefert Texte und Fotos?Der größte Posten. Wenn es nicht dasteht, ist er nicht enthalten.
03Was kostet eine Änderung?Stundensatz oder Pauschale, schriftlich.
04Wer pflegt die Technik?Aktualisierungen, Sicherung, Erreichbarkeit.
05Was passiert nach dem Start?Eine Website ohne Pflege verliert innerhalb eines Jahres an Sichtbarkeit.

Frage 01 entscheidet über Ihre Freiheit: Wer die Zugänge nicht bekommt, kann den Dienstleister praktisch nicht wechseln.

Wie Sie den größten Posten selbst übernehmen

Wenn Inhalte der teuerste Teil sind, ist das zugleich die größte Sparmöglichkeit, vorausgesetzt, Sie liefern Brauchbares. Ein Ordner mit vierzig unsortierten Handyfotos und drei Absätzen Firmengeschichte kostet mehr Zeit, als er spart.

Was gut vorbereitet aussieht:

Fotos. Zehn bis zwanzig Aufnahmen, quer aufgenommen, bei Tageslicht: Gebäude von der Straße, Team, Fahrzeuge, drei bis fünf fertige Arbeiten, Werkstatt oder Büro. Keine Bilder mit sichtbarem Datumsstempel, nichts älter als drei Jahre.

Texte. Je Leistung fünf bis zehn Sätze, die drei Fragen beantworten: Was machen wir genau, für wen, was ist dabei zu beachten. In Ihrer Sprache, nicht in Katalogsprache, schreiben Sie so, wie Sie es einem Kunden am Telefon erklären würden.

Zahlen und Belege. Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Einzugsgebiet, Zertifikate, Mitgliedschaften. Diese Angaben suchen sonst wir zusammen, und wir kennen sie schlechter als Sie.

Ein praktischer Weg: Diktieren Sie die Leistungstexte auf dem Weg zur Baustelle. Zehn Minuten gesprochener Text ergeben mehr brauchbares Material als zwei Stunden vor einem leeren Blatt, und klingen nach Ihnen.

Wovon wir abraten

Vier Angebote, die regelmäßig teurer werden, als sie aussehen:

  1. Die Website für 49 Euro im Monat, ohne Einmalkosten. Nach drei Jahren haben Sie 1.764 Euro bezahlt und besitzen nichts. Bei Kündigung ist die Seite weg, oft samt Domain.
  2. Pakete mit „inklusive SEO". SEO ist keine Ausstattung, die man einmal einbaut. Was hier gemeint ist, sind meist Grundeinstellungen, die ohnehin dazugehören.
  3. Verträge mit langer Bindung für Pflege. Zwei Jahre Mindestlaufzeit für Aktualisierungen sind unüblich. Monatlich kündbar ist der Normalfall.
  4. Angebote ohne Nennung des Systems. Fragen Sie, worauf gebaut wird. Wer das nicht sagt, baut auf etwas, das nur er pflegen kann.

Und eine Empfehlung, die nichts kostet: Lassen Sie sich vor der Beauftragung zwei Referenzen zeigen, nicht als Bild, sondern als Adresse. Öffnen Sie sie auf dem Handy und messen Sie, wie lange die Seite lädt.

Häufige Fragen

Warum sind die Spannen so groß?

Weil unter „Website" sehr Verschiedenes verstanden wird, von fünf Seiten mit gelieferten Texten bis zu einem Auftritt mit Buchung und Bewerbungsverwaltung. Vergleichbar wird es erst, wenn Umfang und Inhalte im Angebot stehen.

Können wir die Texte selbst schreiben?

Ja, und es spart den größten Posten. Wichtig ist ein Gerüst: Wer ohne Vorgabe „einfach mal etwas schreibt", liefert meist Firmengeschichte statt Leistungsbeschreibung.

Wie lange dauert eine Website?

Zwei bis acht Wochen, abhängig davon, wie schnell Inhalte kommen. Die Technik ist selten der Engpass, Fotos und Texte sind es fast immer.

Lohnt sich ein Relaunch, oder reicht eine Überarbeitung?

Wenn die Seite technisch trägt und nur alt aussieht, ist eine Überarbeitung günstiger. Wenn sie auf dem Handy nicht funktioniert oder auf veralteter Technik läuft, ist ein Neubau meist der ehrlichere Weg.

Was ist mit den laufenden Kosten bei Ihnen?

Server und Pflege bewegen sich im niedrigen zweistelligen Bereich im Monat. Es gibt keine Mindestlaufzeit, und Sie bekommen alle Zugänge, auch wenn Sie später jemand anderen beauftragen.

Der nächste Schritt

Überlegen Sie, was Ihnen eine zusätzliche Anfrage im Monat wert ist. Multiplizieren Sie das mit zwölf. Diese Zahl ist der Maßstab, an dem sich jedes Angebot messen lassen muss.

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