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Kostenvoranschlag-Vorlage: verbindlich oder unverbindlich

Schreib einen Kostenvoranschlag mit Positionen, Lohn und Material getrennt, Umsatzsteuer und PDF. Du wählst, ob er verbindlich oder unverbindlich ist, und liest hier, was das jeweils für dich bedeutet.

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Kostenvoranschlag erstellen

Deine Kostenvoranschlag-Vorlage zum Ausfüllen

Trag deinen Betrieb und den Kunden ein, leg die Positionen mit Menge und Preis an und kennzeichne, was Arbeit und was Material ist. Dann wählst du, ob der Kostenvoranschlag verbindlich oder unverbindlich ist, und den Steuersatz: 19 oder 7 Prozent, oder 0 Prozent als Kleinunternehmer. Am Ende speicherst du alles als PDF.

Anleitung

In vier Schritten zum Kostenvoranschlag

Deine Daten und die des Kunden, die Positionen, verbindlich oder unverbindlich, der Steuersatz. Dann die Vorschau prüfen und als PDF speichern.

  • Summen und Steuer rechnet die Vorlage
  • Nichts wird auf meinem Server gespeichert
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Schritt 1: Trag deinen Betrieb und den Kunden ein, dazu eine Nummer und das Datum. Die Nummer brauchst du später, wenn aus dem Kostenvoranschlag ein Auftrag wird und du in der Rechnung darauf verweist.

Schritt 2: Leg die Positionen an, jede mit Beschreibung, Menge, Einheit und Einzelpreis. Kennzeichne, was Arbeit und was Material ist. Wo du nur schätzen kannst, etwa weil du erst nach dem Öffnen der Wand weißt, was dahinter ist, schreib das in die Beschreibung.

Schritt 3: Leg fest, ob der Kostenvoranschlag verbindlich oder unverbindlich ist, und wähl den Steuersatz. Was die Wahl zwischen verbindlich und unverbindlich für dich bedeutet, steht weiter unten.

Schritt 4: Prüf die Vorschau und speichere den Kostenvoranschlag als PDF. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser. Schließt du die Seite vor dem Speichern, ist alles weg, weil nichts zwischengespeichert wird.

Verbindlich oder nicht

Verbindlich oder unverbindlich: was du damit zusagst

Ein unverbindlicher Kostenvoranschlag ist eine fachliche Schätzung ohne Gewähr. Ein verbindlicher ist eine Zusage: Wird es teurer, trägst du die Mehrkosten.

  • Unverbindlich: Schätzung ohne Gewähr
  • Verbindlich: du stehst für den Preis ein
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Die meisten Kostenvoranschläge im Handwerk sind unverbindlich. Du schätzt nach bestem Wissen, was die Arbeit kosten wird, übernimmst aber keine Gewähr dafür, dass die Summe am Ende genau stimmt. Das Gesetz spricht in § 649 BGB von einem Kostenanschlag, für dessen Richtigkeit der Unternehmer keine Gewähr übernommen hat. Genau dieser Fall ist dort geregelt.

Schreibst du "verbindlich" darüber, sieht es anders aus. Dann sagst du dem Kunden zu, dass es bei dieser Summe bleibt. Stellt sich später heraus, dass mehr Arbeit oder mehr Material nötig ist, ist das dein Risiko und nicht seins. Beim Kunden kommt ein verbindlicher Kostenvoranschlag gut an, weil er ihm Sicherheit gibt. Schreib ihn aber nur, wenn du den Umfang wirklich überblickst.

Mein Rat: Schreib immer ausdrücklich dazu, welche Sorte es ist. Ein Satz wie "Dieser Kostenvoranschlag ist unverbindlich" oder "Die genannten Preise sind verbindlich" erspart dir später den Streit darüber, was gemeint war. Die Vorlage lässt dich das deshalb ausdrücklich wählen.

Für alle Fälle gilt: Das hier ist eine Zusammenfassung des Gesetzes und keine Rechtsberatung. Wenn es um viel Geld geht oder ein Kunde schon streitet, sprich mit einem Anwalt.

  • Unverbindlich: Schätzung nach bestem Wissen
  • Verbindlich: Mehrkosten trägst du
  • Immer dazuschreiben, welche Sorte
§ 649 BGB

Wenn es teurer wird als geschätzt

Zeichnet sich eine wesentliche Überschreitung ab, musst du das dem Kunden unverzüglich sagen. Er darf dann kündigen.

  • Anzeigen, sobald es sich abzeichnet
  • Der Kunde darf kündigen
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Auch ein unverbindlicher Kostenvoranschlag ist kein Freibrief. § 649 BGB regelt, was passiert, wenn sich zeigt, dass die Arbeit nur mit einer wesentlichen Überschreitung der geschätzten Summe fertig wird. Dann darf der Kunde den Vertrag kündigen.

Für dich wichtiger ist die zweite Regel: Zeichnet sich so eine Überschreitung ab, musst du sie dem Kunden unverzüglich anzeigen. Also in dem Moment, in dem du es merkst, und nicht erst mit der Schlussrechnung. Der Kunde soll entscheiden können, ob er weitermachen will, solange es noch etwas zu entscheiden gibt.

Was als wesentlich gilt, sagt das Gesetz nicht in Zahlen. Verlass dich deshalb nicht auf Prozentwerte, die im Netz kursieren. Die sichere Regel für den Alltag: Sobald du merkst, dass es spürbar teurer wird, sag es dem Kunden, und zwar schriftlich.

Ein erfundenes Beispiel: Du hast für ein Bad einen unverbindlichen Kostenvoranschlag geschrieben. Beim Abschlagen der alten Fliesen zeigt sich, dass der Untergrund feucht ist und saniert werden muss. Jetzt ist der Moment für die Anzeige. Eine kurze Nachricht an den Kunden mit Foto: was du gefunden hast, was es zusätzlich kostet, und die Frage, wie er weitermachen will. Seine Antwort hebst du auf.

  • Sofort anzeigen, nicht erst mit der Rechnung
  • Schriftlich, am besten mit Foto
  • Antwort des Kunden aufheben
§ 632 BGB

Darf ein Kostenvoranschlag etwas kosten?

Nach § 632 Abs. 3 BGB ist ein Kostenanschlag im Zweifel nicht zu vergüten. Wer Geld dafür will, vereinbart das vorher mit dem Kunden.

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Manche Kostenvoranschläge machen richtig Arbeit: Anfahrt, Aufmaß, ein Blick in den Keller, die Kalkulation am Abend. Trotzdem gilt nach § 632 Abs. 3 BGB: Ein Kostenanschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten. Wenn nichts anderes vereinbart ist, bekommst du also kein Geld dafür.

"Im Zweifel" heißt, dass ihr es anders vereinbaren könnt. Wenn du für aufwendige Kostenvoranschläge etwas berechnen willst, sag das dem Kunden, bevor du anfängst, und lass es dir bestätigen, am besten per Mail. Manche Betriebe verrechnen den Betrag mit dem Auftrag, wenn er zustande kommt. Wie du es handhabst, liegt bei dir. Der Kunde muss es nur vorher wissen.

Ein Posten auf der Rechnung im Nachhinein reicht dafür nicht. Dann steht der Zweifel im Raum, und das Gesetz sagt klar, wie er ausgeht.

Abgrenzung

Kostenvoranschlag, Angebot, Auftragsbestätigung

Der Kostenvoranschlag schätzt, das Angebot legt dich auf einen Preis fest, die Auftragsbestätigung hält fest, worauf ihr euch geeinigt habt. Für alle drei gibt es hier eine Vorlage.

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Im Alltag gehen die drei Begriffe oft durcheinander. Für dich macht es einen Unterschied, was du gerade verschickst, weil jedes Schreiben etwas anderes zusagt.

Kostenvoranschlag

Eine Schätzung, was die Arbeit voraussichtlich kostet. Unverbindlich, wenn du nichts anderes schreibst, mit der Pflicht, eine wesentliche Überschreitung anzuzeigen.

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Passt, wenn der Umfang noch nicht ganz klar ist, etwa bei Reparaturen oder Sanierung.

Angebot

Hier nennst du einen Preis, zu dem du die Arbeit machst. Nimmt der Kunde an, gilt er. Passt, wenn du den Umfang kennst und dich festlegen kannst.

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Die Vorlage dafür hat Texte zum Nachfassen.

Auftragsbestätigung

Nach der Zusage hältst du schriftlich fest, was vereinbart ist: Leistung, Preis, Termin, Zahlung. Das schafft Klarheit, bevor du Material bestellst.

Inhalt

Was in einen Kostenvoranschlag gehört

Wer, an wen, was genau, Mengen und Preise, verbindlich oder nicht und was nicht enthalten ist. Die Vorlage hat für jeden Punkt ein Feld.

Kopf und Nummer

Dein Betrieb mit Anschrift und Kontakt, der Kunde, das Datum und eine eigene Nummer. Mit ihr findest du den Kostenvoranschlag wieder, wenn der Kunde Wochen später anruft.

Leistung in Klartext

Jede Position so beschrieben, dass der Kunde versteht, was passiert. Wo du schätzt, sag es: "Aufwand geschätzt, abhängig vom Zustand des Untergrunds".

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Das ist ehrlich und hilft dir, wenn es später teurer wird.

Mengen, Preise, Summen

Menge, Einheit und Einzelpreis je Position, darunter netto, Umsatzsteuer und brutto. Lohn und Material getrennt, damit Privatkunden später den Anteil der Arbeitskosten sehen.

Verbindlich oder nicht

Ein klarer Satz, welche Sorte Kostenvoranschlag es ist. Bei einem unverbindlichen kannst du dazuschreiben, dass du Überschreitungen sofort meldest. Das beruhigt den Kunden.

Was nicht enthalten ist

Entsorgung, Gerüst, Arbeiten anderer Gewerke: Was fehlt, gehört als Satz hinein. Sonst hält der Kunde es für inbegriffen.

Kosten des Kostenvoranschlags

Nur falls vereinbart: dass und wie viel du für den Kostenvoranschlag berechnest. Ohne Vereinbarung ist er nach § 632 Abs. 3 BGB im Zweifel nicht zu vergüten.

Quellen

Woher die Angaben stammen

Die Regeln stammen aus dem Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de, Stand September 2026. Keine Rechtsberatung.

§ 632 BGB

Absatz 3: Ein Kostenanschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten. Adresse: gesetze-im-internet.de/bgb/__632.html, abgerufen am 23.09.2026.

§ 649 BGB

Kostenanschlag ohne Gewähr, Kündigungsrecht bei wesentlicher Überschreitung und die Pflicht, sie unverzüglich anzuzeigen.

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Adresse: gesetze-im-internet.de/bgb/__649.html, abgerufen am 23.09.2026.

Und dann automatisch

Vom Kostenvoranschlag zum Auftrag, ohne Zettel

Die Vorlage hilft beim Schreiben. Danach hilft ein Vertriebssystem, in dem jeder Kostenvoranschlag mit Status liegt und nachgefasst wird.

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Ein Kostenvoranschlag ist schnell verschickt. Dann liegt er beim Kunden, und bei dir liegt ein Zettel, dass du nachfragen wolltest. In einem Vertriebssystem hat jeder Kostenvoranschlag einen Status: offen, angenommen, abgelehnt. Kommt keine Antwort, geht nach ein paar Tagen eine freundliche Nachfrage raus. Sagt der Kunde zu, werden aus denselben Positionen die Auftragsbestätigung und später die Rechnung, ohne dass jemand etwas abtippt. Der erste automatisierte Ablauf kostet ab 2.500 Euro, den Festpreis für deinen Fall nenne ich dir nach dem Analysegespräch.

Vertriebssysteme

Kostenvoranschläge und Angebote mit Status, Nachfassen nach festen Regeln und ein Blick darauf, was offen ist.

Stundenverrechnungssatz-Rechner

Die Preise im Kostenvoranschlag stehen auf deinem Stundensatz. Ob der deine Kosten deckt, rechnest du hier nach.

Angebotsvorlage

Wenn du den Umfang kennst und dich festlegen willst: Angebot mit PDF und Texten zum Nachfassen.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Ist ein Kostenvoranschlag verbindlich?

Nur, wenn du es ausdrücklich so schreibst. Ohne Zusatz ist ein Kostenvoranschlag eine Schätzung ohne Gewähr für die Richtigkeit, so wie § 649 BGB ihn beschreibt. Schreibst du "verbindlich" darüber, sagst du dem Kunden zu, dass es bei der Summe bleibt, und trägst Mehrkosten selbst. Mein Rat: Schreib in jedem Fall dazu, welche Sorte es ist. Das ist eine Zusammenfassung, keine Rechtsberatung.

Wie viel darf ein Kostenvoranschlag überschritten werden?

Eine feste Prozentgrenze nennt das Gesetz nicht. § 649 BGB spricht von einer wesentlichen Überschreitung: Zeichnet sie sich ab, musst du sie dem Kunden unverzüglich anzeigen, und er darf den Vertrag kündigen. Verlass dich nicht auf Prozentwerte aus dem Netz. Sobald du merkst, dass es spürbar teurer wird, sag es dem Kunden schriftlich und heb seine Antwort auf. Keine Rechtsberatung.

Darf ich für einen Kostenvoranschlag Geld verlangen?

Nur, wenn du das vorher mit dem Kunden vereinbarst. Nach § 632 Abs. 3 BGB ist ein Kostenanschlag im Zweifel nicht zu vergüten. Willst du für einen aufwendigen Kostenvoranschlag etwas berechnen, sag das, bevor du anfängst, und lass es dir bestätigen, am besten per Mail. Ein Posten auf der Rechnung im Nachhinein reicht dafür nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Angebot und Kostenvoranschlag?

Mit einem Angebot nennst du einen Preis, zu dem du die Arbeit machst. Nimmt der Kunde an, gilt er. Ein unverbindlicher Kostenvoranschlag ist eine Schätzung ohne Gewähr, bei der du eine wesentliche Überschreitung anzeigen musst. Kennst du den Umfang genau, passt das Angebot. Weißt du erst nach dem Öffnen der Wand, was dahinter ist, passt der Kostenvoranschlag. Für beides gibt es hier eine kostenlose Vorlage.

Was muss in einen Kostenvoranschlag rein?

Dein Betrieb und der Kunde, Datum und Nummer, jede Position mit Beschreibung, Menge, Einheit und Preis, dazu netto, Umsatzsteuer und brutto. Lohn und Material getrennt, damit Privatkunden den Anteil der Arbeitskosten sehen. Außerdem ein klarer Satz, ob der Kostenvoranschlag verbindlich ist, und was nicht enthalten ist. Die Vorlage hat für all das Felder.

Wie zeige ich eine Überschreitung am besten an?

§ 649 BGB verlangt, dass du eine absehbare wesentliche Überschreitung unverzüglich anzeigst, also sobald du sie bemerkst. Ich rate zur Schriftform, per Mail oder WhatsApp, mit Foto, einer kurzen Erklärung und dem, was es zusätzlich kostet. Dann kannst du später zeigen, wann du Bescheid gegeben hast. Die Antwort des Kunden hebst du auf. Keine Rechtsberatung.

Ist die Kostenvoranschlag-Vorlage kostenlos?

Ja, ohne Anmeldung und ohne Konto. Die Vorlage läuft in deinem Browser, nichts wird auf meinem Server gespeichert. Du speicherst den Kostenvoranschlag als PDF und verschickst ihn selbst. Wenn Kostenvoranschläge bei dir liegen bleiben, baue ich dir ein Vertriebssystem, das nachfasst. Das kostet ab 2.500 Euro, den Festpreis nenne ich dir nach dem Analysegespräch per Google Meet.

Kostenvoranschläge automatisch nachfassen

Vier kurze Fragen, dann weiß ich, wie viele Kostenvoranschläge du schreibst und wo sie liegen bleiben. Ich melde mich persönlich, und im Analysegespräch per Google Meet klären wir in 15 bis 20 Minuten, was sich bei dir lohnt.

Schritt 2 von 4

Dein Betrieb

In welcher Branche bist du?
Wie viele Leute arbeiten bei dir?